Heute im Club Bonheur empfangen wir Anaïs Outrequin Horion
In dieser Folge spricht Anaïs Outrequin Horion, Heilpraktikerin, EFT-Praktikerin und Gesundheitscoach, mit uns über den Winter. Anaïs erzählt uns, was diese Jahreszeit in der Naturheilkunde bedeutet und mit sich bringt. Sie gibt uns ihre Empfehlungen zu Lebensmitteln, die man konsumieren sollte, zu Ritualen, die man integrieren kann, und zu Aktivitäten, die man ausüben sollte. Seid ihr bereit, euch besser zu fühlen?
Was bedeutet der Winter in der Naturheilkunde?
In der traditionellen chinesischen Medizin wird der Winter dem Organ Niere zugeordnet und es ist auch die Zeit, in der man seine Energie wieder aufladen sollte. Der Winter führt zu Rückzug, Kuschelzeiten und wirklichem Entschleunigen.
Warum werden wir im Winter häufiger krank?
Anaïs erklärt, dass der Satz „Ich habe mir im Winter eine Erkältung eingefangen“ ein Mythos ist. Wir haben eher eine Schwächung unseres Immunsystems, das durch verschiedene Faktoren stärker beansprucht wird: Es gibt mehr Viren (Viren mögen keine Wärme, daher gibt es im Winter mehr), unsere Ernährung (die im Winter oft fettreicher und schwerer ist), die geringe Sonnenexposition (wir haben in dieser Zeit weniger Vitamin D) und auch die Luft ist trockener (das trocknet unsere Schleimhäute aus, wodurch Viren leichter in unsere Atemwege gelangen können).
Was passiert im Winter in unserem Körper?
Zunächst einmal schützt im Winter das Blut die inneren Organe, daher zirkuliert weniger Blut in den Gliedmaßen, Haaren usw. Das erklärt unsere trockene Haut, trockene Lippen, sprödes Haar usw.
Speichern wir im Winter mehr Fett?
Es stimmt, dass wir im Winter mehr fettige Mahlzeiten essen (Käse, Wurstwaren, Schokolade usw.). Außerdem ist es eine Festzeit mit längeren, reichhaltigeren und wiederholten Mahlzeiten. Alles, was wir an Zucker im Übermaß essen und nicht direkt mit körperlicher Aktivität verbrauchen, wird direkt als Fett gespeichert. Die Aktivitäten sind ebenfalls weniger, wegen Kälte, schlechtem Wetter usw.
Hast du Lebensmittel/Getränke, die du im Winter empfiehlst?
Anaïs mag besonders im Winter die goldene Milch (pflanzliche Milch, erhitzt mit 1 Teelöffel Kokosöl + Gewürze. Alles im Mixer, was einen sehr gesunden Schaum ergibt!)
Es ist wichtig, Wärme in den Körper zu bringen, zum Beispiel: Kräutertees mit Rosmarin, die der Leber helfen, oder mit Brennnessel, die remineralisierend wirkt.
Bevorzugt werden natürlich alle grünen Gemüsesorten wie Brokkoli, der sehr viel Vitamin C enthält, gedämpfter Rosenkohl, Tajines usw. Knoblauch und Zwiebeln sollten ebenfalls ohne Einschränkung konsumiert werden!
Anaïs empfiehlt, Suppen mit Gemüse wie Karotten, Lauch, Zucchini usw. zu bevorzugen. Man muss darauf achten, die Suppe nicht zu lange zu kochen, da der Vitamingehalt sonst sinkt. Deshalb ist es interessant, einen Teil gekocht und einen Teil roh mit Blattgemüse und Kräutern zu verwenden.
Sind Probiotika und Präbiotika wichtig?
Eine gute Darmflora zu haben ist entscheidend für ein gesundes Immunsystem. Dafür muss man sich richtig ernähren, aber auch richtig ausscheiden. Bei Verstopfung kommt es zu einer Selbstvergiftung, die den Bauch und auch das Immunsystem beeinträchtigt.
Präbiotische Lebensmittel sind die für die guten Bakterien. Das sind die Ballaststoffe. Probiotische Lebensmittel sind die für die Bakterien selbst. Das sind alle lacto-fermentierten Produkte (zum Beispiel rohes Sauerkraut von guter Qualität, Getränke wie Kombucha usw.)
Hast du Übungstipps, die man in der Familie oder allein in dieser Zeit machen kann?
Alle Aktivitäten draußen. Rausgehen, sich bewegen, um die Flüssigkeiten im Körper in Bewegung zu bringen und so Krankheiten zu vermeiden. Es ist sehr wichtig, draußen zu atmen und die Luft zu genießen.
Hast du kleine Hausmittel, wenn man sich krank fühlt?
Das muss sehr instinktiv sein! Man muss lernen, auf seinen Körper zu hören, langsamer zu machen, wenn man sich schwach fühlt, eine Diät machen, um die Verdauung zu entlasten, möglichst Gluten und Milchprodukte vermeiden, die die Schleimproduktion fördern: laufende Nase, Schleim usw. Man sollte also möglichst viel Obst und Gemüse bevorzugen!
Man kann sich auch mit ätherischen Ölen wie Ravintsara helfen, das ein starkes antivirales Mittel ist.
Empfiehlst du, im Winter eine Detox-Kur zu machen?
Für Anaïs ist es besser, im Frühling eine Detox-Kur zu machen und nicht im Winter, denn zum Entgiften braucht der Körper sehr viel Energie, aber im Winter muss man Energie auftanken und nicht verbrauchen. Im Winter kann man jedoch Revitalisierungskuren machen, eine Schlafkur, die Ernährung leichter gestalten usw., um eine Überlastung zu vermeiden.
Zum Abschluss gibt Lucile Bataille ihre Tipps und Empfehlungen, indem sie beim „Quizz tonic“ (schnelle Fragen - schnelle Antworten) mitmacht:
- Ein Buch zum Empfehlen: Die Bibel der Naturheilkunde, Spezial Rohkost von Sarah Juhasz
- Ein Lebensmittel, das man im Winter essen sollte? Die Kiwi
- Ein Lieblingsrezept? Kekse
- Eine Vitamin, die du besonders magst? Vitamin C
- Die nächste Person zum Interviewen? Licka Sarr, Achtsamkeitspraktikerin
- Noch ein letzter Rat für die Zuhörer? Habt Spaß!
Finde Anaïs auf Instagram @anais_outrequinhorion und auf ihrer Website https://www.anaisoutrequinhorion.com/ und ihre Facebook-Gruppe Myhealthyfamily
Ausgezeichnetes Zuhören!
Wir sehen uns nächste Woche wieder für eine neue Folge des Club Bonheur.
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