Die Spirulina ist keine Alge im eigentlichen Sinne, sondern ein prokaryotischer Organismus, das heißt eine Gruppe von einzelligen Mikroorganismen oder Cyanobakterien bzw. Mikroalgen. Obwohl sich Spirulina an extreme Umgebungen anpasst, wächst sie besser unter leicht alkalischen Bedingungen, insbesondere in Seen, Teichen und Flüssen mit Süßwasser. Sie benötigt außerdem reichlich Sonneneinstrahlung und moderate Temperaturen. Nach der Ernte wird sie gefriergetrocknet oder an der Sonne getrocknet. Der Verzehr von Spirulina, insbesondere der Spirulina als Nahrungsmittel, ist zweifellos eines der nährstoffreichsten Lebensmittel der Welt, weshalb sie als Superfood gilt und seit Jahren in Form von Nahrungsergänzungsmitteln (Tabletten, Kapseln) oder als Spirulina-Pulver konsumiert wird.
Was sind die Vorteile von Spirulina?
Sie ist eine gute Quelle für pflanzliche Proteine
Spirulina ist auch für ihren Reichtum an pflanzlichen Proteinen bekannt. Sie enthält zwischen 55 und 70 % Proteine, die weitgehend bioverfügbar sind, da das Verhältnis der Aminosäuren optimal ist, ebenso wie deren Verdaulichkeit. Sie kann jedoch nicht als zuverlässige Quelle für Vitamin B12 angesehen werden, da, obwohl sie dieses Element in kleinen Mengen enthält, das Vitamin B12 nicht so bioverfügbar ist wie in tierischer Nahrung. Sie bleibt jedoch eine hochwertige Mikroalge und ein guter Ersatz für Vegetarier.
Sie hat antioxidative Eigenschaften
Die antioxidativen Eigenschaften der Spirulina sind auf das Phycocyanin (natürliches Pigment) zurückzuführen, die Substanz, die der Spirulina ihre blau-grüne Farbe verleiht, sowie auf ihren Gehalt an Carotinoiden und Zink. Diese Antioxidantien bekämpfen oxidativen Stress, der die Zellen unseres Gewebes schädigen kann, und haben viele Vorteile, wie den Schutz unseres Körpers vor Sehverlust und der Schwächung von Haut, Nägeln und Haaren.
Sie hat eine schützende Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System
Indem sie die Oxidation von Cholesterin verhindert, trägt Spirulina dazu bei, niedrige Werte des "schlechten" Cholesterins (LDL) aufrechtzuerhalten und unterstützt die Werte des "guten" Cholesterins (HDL). Außerdem wurde gezeigt, dass eine hohe Dosis zusätzliche Vorteile bringt, wie die Regulierung des Blutdrucks. Forscher vermuten, dass diese Vorteile auf die positive Wirkung von Spirulina auf die Produktion von Stickstoffmonoxid im Körper zurückzuführen sind, das den Blutgefäßen hilft, sich zu entspannen und zu erweitern, wodurch das Blut schneller und leichter fließen kann.
Sie reguliert die Immunantwort
Studien haben gezeigt, dass die Supplementierung mit Spirulina die Produktion von Zytokinen verlangsamen kann, die eine Rolle bei der Immunantwort und dem Entzündungsprozess spielen. Besonders bei allergischen Symptomen hat sich Spirulina als wirksamer als Placebos erwiesen, um Juckreiz, Nasenausfluss, Nasenverstopfung und Niesen zu reduzieren.
Sie könnte die Zusammensetzung des Mikrobioms verbessern
Mehrere Studien haben gezeigt, dass Spirulina das Wachstum und die Vermehrung nützlicher Darmbakterien fördert und die Vermehrung von Krankheitserregern wie dem Pilz Candida Albicans hemmt, der mit vielen Verdauungs-, Hautproblemen und einigen Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht wird.
Welche Menge Spirulina pro Tag?
Spirulina enthält viele gesundheitsfördernde Nährstoffe wie Provitamin A, B-Vitamine, Vitamin E, Phycocyanin, essentielle Fettsäuren. Es gibt keine festgelegte Dosierung für Spirulina, da es kein Medikament, sondern ein Superfood ist, das als Kur eingenommen werden kann. Allerdings gibt es natürlich eine ideale Tagesmenge. Die Dosierung kann bei Sportlern variieren, da deren Nährstoffbedarf unterschiedlich ist.
Achten Sie jedoch auf übermäßigen Konsum, der manchmal eine Hautpigmentierung (hauptsächlich an den Handflächen) verursachen kann, was auf den hohen Anteil an Carotinoiden in der Spirulina zurückzuführen ist (zu denen auch Beta-Carotin gehört, daher die orange Farbe der Pigmentierung).
Keine Gegenanzeigen für schwangere Frauen, im Gegenteil, der Eisengehalt der Spirulina sollte nicht vernachlässigt werden und kann mit Zustimmung Ihres Arztes eingenommen werden.
Quellen :